Storytelling

Mit Storytelling nutzen Sie Geschichten als emotionale Türöffner für Ihre Marketing-Botschaften! Sie verleihen Marken und Produkten Leben. Eine gute Marketing-Geschichte ist fast genauso spannend wie das erste Märchenbuch. Zumindest sollte das, das Ziel sein. Gerade bei sehr vergleichbaren Wettbewerbern ist Storytelling eine sehr gute Möglichkeit sich abzuheben.

Kennen Sie noch den alten Laster, der mit Fässern beladen über eine staubige Straße in Amerika holpert? Am Ziel angekommen wird der Fahrer von entspannt plaudernden Männern mit Basekap und Flanellhemd begrüßt. Sie rollen die Whisky-Fässer durch die Nachmittagssonne in die Lagerhallen aus Holz. Jack Daniels reift ganz bestimmt in Ruhe.

Storytelling auf Produkten, z.B. auf der Rückseite von Badezusatz für Kinder:Storytelling-Produkt-Beispiel

Geschichten, aber keine Märchen

Auch wenn sie erfunden ist, muss die Geschichte authentisch wirken. Die Produkte bzw. Dienstleistungen werden mit Storytelling spannend und wahrheitsgemäß dargestellt. Märchenhafte Versprechungen und maßlose Übertreibungen sind unglaubwürdig.

Geschichten sind einprägsamer als Zahlen, Daten und Fakten. Sie machen neugierig, fesseln die Aufmerksamkeit und strahlen Vertrauen aus. Weil sie das Vorstellungsvermögen aktivieren, machen sie sogar komplexe Sachverhalte verständlich und steigern die Überzeugungskraft. Bessere Verständlichkeit hat wiederum eine höhere Motivation zur Folge.

Anlässe für Geschichten

Auch Sie haben eine Geschichte zu erzählen! Gründungsgeschichten sind der Klassiker. Sie bieten hervorragendes Potenzial. Es muss ja nicht immer der Start in einer Garage sein. Evtl. sind Sie Frauenarzt, dem die Elfenohren für die Schulaufführung nicht gefallen haben.  Also machen Sie die selbst. So die eindrucksvolle Gründungsgeschichte von wizardo.com. Nicht vom Tellerwäscher, aber vom Gynäkologen zum Gummimasken-Millionär. Solche interessanten Wandlungen werden bemerkt und gemerkt.

Evtl. ist für Ihr Produkt der Herstellungsprozess etwas Besonderes. Karriteé-Butter, die in Handarbeit aus Nüssen von Frauen in Westafrika gewonnen wird, schafft Bilder, die Emotionen wecken und im Kopf bleiben.

Der Kundennutzen kann auch toller Stoff für Geschichten sein. Jedes Weihnachten werden mit Spannung die neuen Ideen der großen Lebensmittelhändler für Storytelling erwartet. Die derzeit erfolgreichste war „Heimkommen“. Ein Großvater täuscht seine Beerdigung vor. Eine drastische Maßnahme. Aber so erreicht er, dass sich seine Familie zu Weihnachten endlich wieder in seinem Haus versammelt. Am Ende des Spots sind alle glücklich am Tisch voller Leckereien der werbenden Supermarktkette.

Produktpersönlichkeiten sind eine gute Lösung für 0815-Produkte oder komplexe Sachverhalte. Für einen Direktmarketing-Kunden haben wir aus einem „Brief“ den „Botschafter“, aus einem „Selfmailer“ einen „Selbstläufer“ und aus der Dienstleistung „Crossmediales Eventmanagement“  die „Eventmanagerin“ gemacht. Darüber hinaus haben wir für jede Produktgruppe repräsentierende Personen entwickelt. Daraus lassen sich unendlich vielseitige und spannende Geschichten ableiten. Storytelling ist manchmal erst mit einem Umweg möglich.

Mit etwas Kreativität lässt sich fast überall etwas Interessantes finden. Die Geschichte sollte allerdings in sinnvollem Zusammenhang mit dem Unternehmen oder Produkt stehen. Außerdem sollte sie zum Stil passen.

Fünf Elemente für Storytelling

Storytelling-5-ElementeDie fünf klassischen Elemente einer Geschichte erklärt am vorab erwähnte Weihnachts-Fernsehspot „Heimkommen“ einer großen Supermarktkette:

  1. Eine emotional bedeutende Ausgangssituation:

Der Großvater sitzt Weihnachten immer allein zu Hause, weil seine Kinder alle absagen.

  1. Eine (sympathische) Hauptfigur.

Im Beispiel ist das die fiktive Figur eines alten Mannes. Das kann aber auch der Unternehmensgründer oder das Produkt sein.

  1. Konflikte und Hindernisse

Der Mann muss es schaffen seine Kinder, die auf der ganzen Welt verteilt sind, in die Heimat zu locken. Er verschickt die Nachricht seines Todes.

  1. Eine erkennbare Entwicklung, eine interessante Wendung (Vorher-Nachher-Effekt).

Die Kinder sind bestürzt über die Todesnachricht und steigen samt Enkelkindern an verschiedensten Enden der Welt in das Flugzeug.

  1. Und einen Höhepunkt

Der Großvater begrüßt seine Familie. Alle umarmen sich und sitzen lachend am Tisch.

 

Der Spot hatte sich in den sozialen Medien verbreitet wie ein Lauffeuer.

Spannung erzeugen

Der Anlass und die Helden mögen ja schon interessant sein. Aber mit einigen Elementen lässt sich gezielt Spannung erzeugen:

Die Ankündigung „Nach der schweren Anfangsphase hatten wir nahezu im letzten Moment großes Glück.“ gibt dem Text Struktur und baut Spannung auf. Beim Lesen über die zähe Anfangszeit bin ich gespannt auf das furiose Finale. Der Weg zum Finale ist leichter, wenn es nicht unkonkret „Am Anfang war es schwer.“ heißt. Ich möchte wissen was schwer war: „Wir wussten wir waren nahe dran, aber die ersten Prototypen, waren einfach nicht stabil genug.“

Auch beim Storytelling schaffen offene Fragen emotionale Nähe. Sie sind ein guter Anfang: „Könnten Sie sich vorstellen, mit 60 nochmal neu durch zu starten?“. Oder sie sind ein guter Übergang:  „Hätten Sie so kurz vor dem Ziel aufgegeben?“. Die Fragen involvieren den Leser und regen das Mitdenken stärker an.

Signalwörter bringen Spannung und Schwung in die Geschichte, wenn sie etwas Unerwartetes ankündigen: „Auf einmal …“, „Erstmalig…“ etc. Das Versprechen muss natürlich eingehalten werden. Das dritte „Plötzlich“ ist allerdings nicht mehr spannend.

Die relevanten Details der Geschichte sind die, die Emotionen auslösen. Im Idealfall positive wie Mitgefühl, Liebe, Freude oder gar Euphorie. Die 999 Versuchsanordnungen zeigen Passion. Eine List, um an einen wichtigen Kontakt zu kommen, zeigt Kampfgeist.

Wirklich effektiv sind die Marketing-Geschichten allerdings nur mit der richtigen Prise Humor.

Einsatz von Storytelling

Ja und wo erzähle ich die Geschichte? Überall! Die Praxis zeigt verschiedenste Ausprägungen: Vom Vierzeiler auf der Produktverpackung bis zur ganzen Werbekampagne mit verschiedenen TV-Spots und einer entsprechenden Darstellung auf der Internetseite.

Es gibt nicht immer nur die eine Geschichte. Wie weiter oben berichtet haben wir für einen Kunden fiktive Persönlichkeiten für verschieden Produktgruppen entwickelt. Diese können jede Menge Geschichten erleben. Genug Stoff für

  • einen täglichen Post auf facebook mit Einblicken zum Unternehmensablauf,
  • einem Comic zur Vorstellung eines neuen Produktes oder
  • einen „persönlichen“ Tipp zur Handhabung des Produktes.

Unterhalten Sie den Kunden!

SEO und Storytelling

Das Internet ist der neue Vertriebsmitarbeiter.  Der hat früher noch persönlich Geschichten erzählt, um erfolgreicher zu verkaufen. Online begeistern Sie mit Storytelling neben den Lesern die Suchmaschinen. Geschichten geben Ihnen die Möglichkeit Ihr Keyword häufig auf der Internetseite unter zu bringen. So wie in diesem Artikel das Wort „Storytelling“. Häufig heißt allerdings nur so häufig, wie der Text für einen durchschnittlichen Leser ein Genuss ist. Letztendlich gefällt der SEO-Text auch dem Algorithmus einer Suchmaschine wenn er einem Menschen gefällt .

Entwickeln Sie IHRE Geschichte

Wie bei allen guten Texten sind beim Storytelling einige grundlegende Dinge zu beachten.

  • Botschaft: Was möchten Sie mit der Geschichte erreichen? Was soll bei der Zielgruppe hängen bleiben.
  • Zielgruppe: Was ist die Zielgruppe? Was würde diese Zielgruppe ansprechen? Welches Vorwissen hat das Publikum?
  • Unternehmensphilosophie: Passt die Geschichte zum Unternehmen? Das Image der Geschichte wird mit dem des Unternehmens verbunden.
  • Emotionales: Sprechen Sie das Herz des Publikums an. Emotionen sind der Türöffner in die Gedankenwelt der Zielgruppe.
  • Rationales: Auch Fakten zu vermitteln ist schließlich ein wesentlicher Grund des Aufwandes. Eine Marketing-Geschichte ist nicht zur reinen Unterhaltung gedacht. Fakten geben Orientierung.

Viel Spaß!

Meine Geschichte

Richtig „click“ hat es erst spät gemacht. Schulaufsätze und Referate an der Uni fand ich immer toll. Später im Job waren die Gelegenheiten zum Texten die schönsten Aufgaben. Irgendwann merkte ich, dass Texte zu schreiben nicht jedermann liegt. Erst da wurde mir bewusst, dass meine Begeisterung mit Worten umzugehen etwas Besonders ist. Eine Dienstleistung, die andere dankbar annehmen. Das Kundenfeedback bestätigt mich.