Online-Leseverhalten

Eye-Tracking-Studien haben gezeigt, dass Online-Leser Internetseiten, und damit auch den Text, erst scannen und dann lesen. Erst wenn der Internetnutzer das gesamte Informationsangebot erfasst hat, beginnt er zu lesen (BOGULA 2007, S. 49 f). Beim Lesen am Bildschirm verlangsamt sich das Tempo um 25 %. Leser überfliegen Texte eher, als dass sie sie lesen. Dabei nehmen sie die Hälfte der Informationen gar nicht wahr (SONNABEND & WEISS 2011, S. 71).

Texte im Internet sind umgeben von Bildern und Videos und durchsetzt von Verlinkungen zu anderen Internetseiten und weiteren Texten. Das Lesen ist am Bildschirm 25 % langsamer, die Versuchung der Ablenkung größer und der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit nahezu unendlich. Umso anspruchsvoller ist die Aufgabe den Leser zu fesseln (STEINKE 2015, S. 38).